Berlinchen Dranse Sewekow Schweinrich

Aus alter Zeit (Dranse)


1134-1170 wurden die Bischöfe von Havelberg mit großen Besitzungen ausgestattet. Sie gründeten Wittstock und erhoben die Stadt zu ihrer Residenz. Der Osten der Prignitz blieb unter der Oberheit der mecklenburgischen, wendischen, aber christlichen Fürsten. Von diesen wurde er an die Klöster Doberan und Amelunxborn verliehen. Doberan erhielt 1241 Zechlin, Amelunxborn Dranse.

Mit dem Jahr 1233 beginnt die Geschichte von Dranse, als Nicolaus von Rostock dem Abt Gottschalk des Zisterzienser Kloster Amelunxborn an der Weser bei Stadt Oldendorf 60 Hufen (1800 Morgen = 450 Hektar) oberhalb des Drans-Sees zum eigenen und freien Eigentum gab. Die Gegend war öde und unbebaut. Im gleichen Jahre schenkte er dem Kloster noch weitere 60 Hufen daneben, sowie den Drans-See nebst dem Bache. Der Bischof Brunwald von Schwerin überließ dem Kloster den Zehnten über 60 Hufen des bei Drans-See gelegenen Landes.

Die Zisterzienser stammen von dem Kloster Citeau bei Dijon, das 908 vom hlg. Robert gegründet worden war.

Nach ihrer Ordensregel hatten diese Mönche alle Feld- und Gartenarbeit selbst verrichtet. So legten sie am Drans-See einen Wirtschaftshof an, nachdem sie den Boden kultiviert und gerodet hatten. Seit 1243 besteht dieser Hof („Kuhle“!). Von hier aus rodeten sie, legten Sümpfe trocken und legten Wiesen an. Nun holten sie von Überall Einwohner für die von ihnen gegründeten Dörfer, unterrichteten diese im Ackerbau und in der Viehzucht. Umliegende Ortschaften unterrichteten sie ebenfalls. Die Häuser und Kirchen bauten sie selbst. Sie waren eigene Dachdecker, Maurer, Zimmerer, Tischler, Maler und Glaser. Dadurch wurden diese Handwerksbetriebe heimisch. Die Zechliner Hütte steht noch heute, wenn auch nach mannigfaltiger und wechselhafter Geschichte.

Im Jahre 1242 schenkte der Bischof Wilhelm von Havelberg dem Kloster den großen und kleinen Zehnten zum Hofe zu Dranse. Nicolaus von Werle beurkundete nochmals, dem Kloster das Landgebiet Drans mit dem gebührenden Zehnten, dem „Bache“, überlassen zu haben. Im Jahr 1274 verkaufte Nikolaus, Johann und Bernhard von Werle dem Kloster die Gegenden des Dorfes Lüttgen Berlin. Fürst Nikolaus von Slavien bekannte, daß sein Vater Heinrich, Herr von Werle, zwei Hufen in Wildeshausen dem Kloster gegeben habe.

In kurzer Zeit entstand eine blühende Landschaft.

Um 1300 gehören folgende Dörfer zum Klostergut Drans:

Postkarte Dranse